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Trainingslager Bericht 07

Samstag, um halb neun sind wir verschlafen aber glücklich in Cecina- Mare angekommen. Schon steckten wir uns die erste Zigarette an und knöpften uns die erste Halbe vor. Dies entspricht nicht ganz der Wahrheit, die Zigarette wird durch Laufschuhe ersetzt und das Bier durch das Fahrrad. Das haben wir auch jeden Tag. Nun aber mal zur Wahrheit. Das Wetter war so lala und die ersten Radler gingen auf die nicht ganz erfolgreiche erste Reise. Sie wurden durch wolkenbruchartige Regenschauer zur Rückkehr gezwungen….Egal es gibt ja noch den Pinienwald zum Rennen. Für alle Mütter, eure lieben Schützlinge haben sich durch die erste Laufeinheit gleich mal zu Recht finden müssen. Es gibt nichts schöneres wie den Pinienwald zu joggen. Der Abend lief in geordneten Bahnen ab und es gab keine Ausschreitungen,weil die lange Busfahrt noch vielen in den Knochen lag. Dann kam auch schon bei vielen der „Herr Gruaber“ vorbei und der lang ersehnte Schlaf nahm Einzug.


Sonntag, ein neuer Tag beginnt………Es ist genau 7:27 Uhr der Wecker klingelt und bei „Bad Moon Rising“ von CCR macht man die Augen gern noch mal zu. Den jeder wartet auf das klingeln von „The Machine“ alias Gregor Einsle und die Worte „Dub ba" (Tut man?)? Dann geht es auch schon rein in die Laufklamotten und schon kann er beginnen der alltägliche Morgenwalk……..
Die erste Einheit ist somit erfolgreich überstanden und das Frühstück kann beginnen. Jeder zelebriert es etwas anders doch das Müsli ist großer Bestandteil eines jeden gelungenen Frühstücks (Landjäger und Wiener Würstle werden nicht vermisst). Für die ältere Generation 18+ steht der besagte „Herr Gruaber“ wieder auf dem ausgeklügelten Trainingsplan, denn Erholung muss sein. Die jungen heranwachsenden Hormonbolzen nutzen die Zeit um einfach mal ein wenig Urlaub zu machen. Ein kurzer Blick auf das ruhige, weite Meer gibt Kraft für die nächste harte Trainingseinheit die um 11 beginnt. Das Geburtstagskind hat sich mal wieder was ganz neues ausgedacht und pflastert den Pinienwald mit Hütchen und Stangen und die „Kleinen“ können sich dabei auspowern. Auch alte ewige Talente aus Mike's Talenstube waren beim Training dabei. Durch die Anwesenheit des Europameisters im Wintertriathlon wird das Training für die ambitionierten jungen etwas strenger und sie begannen mit 16x 300 Meter. Nach dem Mittagessen wurde Mike's Geburtstag gefeiert. Es gab Kaffee und Kuchen. Doch jeder wusste so viel kann er nicht essen denn es stand auch schon wieder die nächste Einheit vor der Tür. Für die einen ging es zum Radeln und die anderen ließen den ersten harten Tag bei einer Laufeinheit im Pinienwald ausklingen.
Mit viel Schall und Rauch kamen die Pizza Banditos mit ihren Rollern angebraust und lieferten uns die überlebenswichtige Pizza.
Ein Geburtstag muss natürlich auch würdig gefeiert werden, so truddelten die gesamten „Spitzensportler“ und „Urlauber“ im Appartement 2 bei Mike ein und in geselliger Runde wurde das heimische (Simmerberger) Bier genussvoll getrunken.


Montag, wieder klingelt der Wecker, wie immer schafft es kaum einer mit seinen tiefen Falten im Gesicht, aus seinem wohl gewärmten Bettchen zu kriechen. Woher die Falten wohl kommen??? Naja weiß ja jeder das wir gestern noch ein bisschen den Geburtstag von Mike gefeiert haben. In diesem Sinne… Mike, Danke für das Bier!!! Trotz nächtlicher Strapazen (natürlich nur der Großen) scheint mittlerweile jeder den Trainingslagertagesablauf verinnerlicht zu haben. Bei der zweiten Trainingeinheit standen dann bei den altgedienten 8x 1000m auf dem Programm, die Gruppe um Michi machten 8x 150m Sprints und Mike versuchte den kleinen die hohe Kunst der Laufschule beizubringen. Da heißt es Dribblings, Skeepings, usw. danach dann noch ein paar kurze Sprints. Gestärkt von Mittagessen der Mütter brachen dann die ersten schon wieder zu einer ausgiebigen Radeltour auf, wobei die anderen sich den Nachmittag wieder am Strand vergnügten. Mit einer Wurf- oder Joggeinheit wurde dann auch der 3. Tag beendet.


Dienstag, morgens halb 8 in ITALIEN, ich glaube mittlerweile brauchen wir es nicht weiter ausführen.
Voller Vorfreude auf den Tag des großen Duells in der Champions League zwischen dem FC Bayern München und dem italienischen Vertreter AC Mailand hatte jeder genügend Motivation für das Training im Stadion von Cecina. Nach 90 Minuten Speerwurf, Diskus, Hürdenlaufen stand ja auch noch ein (vor allem für die Mädels anstrengender) Besuch des Marktes von Cecina auf dem Programm. Völlig erschöpft erreichte ein Teil der Truppe gerade noch die Fressalienmeile des Marktes, wobei sich dann einstimmig darauf geeinigt wurde, dass dieses Jahr ein halbes Hähnchen für eine Person zu wenig wäre und dadurch jeder ein RIESEN Hähnchen für sich besorgte. Kleine Anmerkung …. Einige haben schmerzhaft erfahren müssen, dass sie an maßloser Selbstüberschätzung leiden. Aber bei 800g Hähnchen Fleisch ist dies wohl gerade noch zu verzeihen. Wieder zurück im Apartment stand am heutigen Tag für die Großen „Pause“ auf dem Plan (10 km laufen). Was natürlich nicht heißt, dass vollkommenes Relaxen angesagt ist, d.h. man vergnügte sich den Nachmittag mit einer schönen Runde Beach Volleyball. Bevor dann die Bayern Trikots endgültig ausgepackt wurden, bekochte Hans- Peter Dworski beinahe das komplette Haus mit Käse-Spatzen. Voller Anspannung gingen wir dann geschlossen zum „Public Viewing“ über. Nach vielem Auf und Ab verließen wir dann zumindest als moralische Sieger das Schlachtfeld. Ach ja und lauter waren wir selbstverständlich auch.


Mittwoch, Leonardo da Vinci wir kommen!!!! Auf diesen Tag freuten sich die Kleinen sehr darauf, der wohl verdiente Ruhetag führt die Urlauber und Sportler nach Vinci. Der Maler, Bildhauer, Ingenieur, Mechaniker wurde dort geboren und man konnte das Geburtshaus besichtigen. Die Vielzahl der Urlauber erkundeten das Museum über das Genie. Ein Paar aufmerksamen Augen viel sogar auf, dass sich eine Taube in einem Mülleimer verirrt hatte. Da zu viele Verrückte dabei waren, hatten einige keinen Ruhetag, denn sie fuhren mit dem Fahrrad von Vinci nach Cecina(110km). Aus sportlicher Sicht war es bis jetzt ein unsportlicher Tag, doch wir sind nun mal im Trainingslager!!! Also holte Mike noch mal Speere und Bälle aus dem Bus und die Kleinen durften bei Sonnenuntergang noch ein paar Bälle ins Meer hinaus werfen ;-). Nach einer Partie UNO gingen alle erschöpft ins Bett und fielen sofort in tiefen Schlaf!!!!!


Donnerstag, 7:27 Uhr wieder einmal klingelt der Wecker und keiner will freiwillig mehr den Morgenjogg mitmachen. Man dreht sich nochmal um im Bett und wartet, wartet bis ein überaus motivierter Simmerberger Sportsfreund ihn aus dem Bett klingelt. Tut es der Sportsfreund wirklich, hatte er ab Donnerstag mit den Folgen dieser Aktion zu leben…
Im nachhinein war das gar nicht so schlimm, weil der Donnerstag war der bisher schönste Tag im Trainingslager. Endlich Sommer, Sonne, Meer und Strand. Die mitgereisten Familien Schneider, Knapp, Rochelt ohne Papa- der musste schaffe- und Brey, ebenfalls ohne Papa, kamen endlich zu ihrem langersehnten Strandtag.
Mike und seine Rasselbande gingen am Vormittag an den Stand zum Sandeln- NEIN, so war es natürlich nicht. Es gab eine ausgedehnte Laufeinheit mit Sprints direkt am Wasser. Die dazu verwendeten Hilfsmittel waren Hütchen mit Stangen, zwei Gummibänder und Fallschirme. Also in Sachen Ausrüstung kann man Mike keine Vorwürfe machen. Der weis einfach was man braucht.
Michi’s Chaotentuppe ging in den Wald zum Pyramidenlauf, dieser beinhaltete 100m, 200m, 300m und wieder rückwärts. Danach wurde noch eine kleine Partie Häusle verbrannt inmitten des dichten Pinienwaldes gespielt. Wenn man doch immer Kind sein könnte….

Nicht so der so genannte Leistungstrupp um unsere berüchtigte „Maschine“ (alias Gregor Einsle) und das Brüderpaar Zanker machte sich auf zur letzten harten Laufeinheit der Woche. Die so genante Cheops Pyramide stand auf dem Plan (1000m, 2000m, 3000m, 2000m, 1000m), wobei der Herr Chefantreiber und Läufergott Klaus Zanker sich wegen einer Erkältung allenfalls mit unglaublich leistungsstarken Worten an der Trainingseinheit beteiligte. Auch der nächste Zanker fiel nach aufopferungsvollem Kampf gegen dem eigenen Schweinehund, der Uhr und der gnadenlosen Tempovorgabe von „der Maschine“ zum Opfer. „Gegen eine Maschine ist eben das beste Doping machtlos“ (Zitat: Klaus).

Den Rest des Tages verbrachten die meisten dösend am Strand und so mancher holte sich eine rote Birne von der Toskanasonne.


Freitag, wir wollen ja wirklich ehrlich sein zu unseren verehrten Lesern…..also müssen wir euch beichten das wir uns um 7:30 noch einmal umdrehten und aktiv verschlafen wollten. Doch ein riesen Lob an unsere jungen Mädels die uns aus den süßesten Toskanischen Träumen klingelten und schrieen. Dann hieß es zum letzten mal die Beine in die Hände nehmen und „“hey ho let’s rock, to the morning jogg“. Wieder einmal erwies sich der Morgenlauf als „Hallo- Wach“- Effekt. Die Radfahrer um Simmerbergs Outdoorler und die an anderer Stelle schon erwähnten Läufer machten sich am letzten Tag des Trainingslagers auf zur finalen langen Radtour. Am Appartement bekamen die fünf noch Gesellschaft vom wohl sportlichsten Lehrerpaar im Allgäu (Baader/Götthlicher), Altmeister Mühler und der in ihrer Anzahl stark beschränkten alten Hindelanger Fraktion (nur noch einer, früher über 40). Wobei die Oberallgäuer Fraktion wegen einiger Abkürzungen den Beweis schuldig blieb, dass Hindelang nicht nur über überragende Werfer sondern auch über vergleichbare Langstreckenwaffen verfügt. Wie nicht anders zu erwarten bewegte sich die Tachonadel nach unzähligen Trainingseinheiten in den letzten Tagen zusehends nach unten. Erst als „La Machina“ Einsle in einer Kneipe irgendwo im Nirgendwo die Zitat: „einzige Granate in ganz Italien“. gesichtet hatte, mussten wir uns dem gnadenlosen Tempodiktat des Meisters selbst hingeben, wobei dieser sich unerlaubter Hilfsmittel bediente (Windschatten von Lastwagen). Nach einem Husarenritt Richtung Cecina bogen die Klausis noch in Richtung Monte Scudaio ab, wobei sich der Rest noch bis Cecina Mare mit „aufmüpfigen“ Oberallgäuern herumschlagen musste. Manch alter Hase der Szene sprach sogar von „Majestätsbeleidigung“.
Kräftig gefrühstückt gingen Groß und Klein an den Strand um die letzte Trainingseinheit für den bevorstehenden „Erwachsenen vs. Kinder“- Wettkampf zu trainieren. Da das Wetter wieder einmal hervorragend war wurde der Wettkampf ein voller Erfolg und es stellte sich heraus dass die Kinder gleichstark wie ihre Eltern sind. Das Trainingslager wurde am Abend würdig gefeiert.


In diesem Sinne, bis nächstes Jahr!!!!!!!


Lieber Mike und Hans- Peter,

wieder einmal habt ihr das Trainingslager äußerst erfolgreich und gut Organisiert. So das es für alle beteiligten eine wunderschöne Woche war egal ob im Sport oder Urlaub. Die allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

So möchten wir uns im Namen aller Beteiligten bei euch recht herzlich für die gelungene Woche bedanken. Und freuen uns mit großer Erwartung auf nächstes Jahr.

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 peterd 14.04.2007


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